Geschichtsbuch
Die Gaststätte
Bereits 1878 tauchte zum ersten Mal der Plan auf, an diesem Platz eine Gaststätte zu errichten. Jedoch wurde das Gesuch des Amtszimmermeisters Singelmann aus Schöppenstedt auf Bau eines Gast- und Kurhauses von der Forstverwaltung mit der Begründung, “die Wald- und Steinbrucharbeiter könnten zu Trunk- und Zechgelagen Gelegenheit finden”, abgelehnt.

1884 wurde der Antrag des Gastwirtes Theodor Plomann aus Schöppenstedt, einen transportablen Kiosk aufstellen zu dürfen, von der Herzoglichen Kammer genehmigt. Jedoch mit der Auflage, dass dieser nur von Mai bis Oktober stehen dürfe. Zudem wurde dem Gastwirt “untersagt, den in der Nähe arbeitenden Wald-, Wege- und Steinbrucharbeitern zu Gelagen Getränke zu verabreichen.”

Und somit begann alles mit einer “Bretterbude”. Denn so bezeichneten die Gäste wahrscheinlich der Tatsache entsprechend das Verkaufshäuschen, an dem Bier an die wenigen Touristen ausgeschenkt wurde. Einige primitive Brettertische und Bänke dienten der Bewirtung der Gäste.

Als dann der Verkehr immer mehr zunahm, baute Plomann einen großen Schuppen mit Fenstern und Holzdach , das so genannte “Zelt”. Es bot, mit Gartentischen und Stühlen ausgestattet, den Elmwanderern Unterkunft. Hinter einem Vorhang befand sich das Schlafgemach der Wirtsleute. Kurze Zeit später wurde auch ein Vorratskeller erstellt. Offen ist, ob Plomann für diese der Auflage nicht entsprechenden Baumaßnahmen Genehmigungen eingeholt hat.

1891 wechselte der Besitz an den Gastwirt Westerwald aus Lichtenberg. Dieser errichtete einen neuen Keller -der alte war inzwischen eingestürzt- und beantragte 1893 den Bau eines “richtigen” Gasthauses.

Das Gesuch wurde jedoch wiederum abgelehnt, “da es der Herzoglichen Forstverwaltung zuwiderläuft, die Hebung des dortigen Wagenverkehrs zu fördern.”

Jedoch mit vehementer Unterstützung des Herzoglich Braunschweigischen Forstmeisters Eduard von Schütz (1848 bis 1918) aus der nahegelegenen Försterei Groß Rhode wurde dem Antrag bereits ein Jahr später stattgegeben und die Genehmigung für den Bau “eines einfachen Wohnhauses mit Stall unter Benutzung des vorhandenen Kellers” erteilt. Denn des Försters Begründung, “den Einwohnern der Försterei muss es möglich sein, menschliche Hilfe in Notfällen zu erreichen”, überzeugte schließlich die Verantwortlichen von der Notwendigkeit des Vorhandenseins eines Wirtshauses an dieser Stelle.